Totalprotesen
für den zahnlosen Menschen

Totalprothese
Totalprothesen bestehen aus einem zahnfleischfarbenem Kunststoffkörper, der die Anatomie des geschwundenen Kieferknochens wieder aufbaut. Die Oberkieferprothese bedeckt den harten Gaumen vollständig, die Unterkieferprothese spart den Mundboden/Zungenraum aus, sieht deshalb aus wie ein Hufeisen.
Darauf montiert sind in der Regel konfektionierte Kunststoff- oder Porzellanzähne. Diese werden nach ästhetischen und phonetischen sowie nach statisch-funktionellen Gesichtspunkten in einem “Kausimulator” (Artikulator) aufgestellt. Hier gibt es verschiedene Systeme und Konzepte, (Gisy, Gerber, Gutowski, APF, Hofmann u.a.)
Der Standard ist eine Herstellung nach “durchschnittlichen” oder “mittelwertigen” Kaumustern. Diese Mittelwerte werden zwar dem Individuum nicht ganz gerecht, aber man kann damit leben.
Ein mehr an Kaukomfort versprechen individuelle Vermessungen (Registrate), die der Zahnarzt vom Patienten nimmt. Diese Registrate dienen uns dazu, den Kausimulator ganz individuell auf das Kaumuster des Patienten auszurichten und die Kaufunktion individuell auf sein Kiefergelenk abzustimmen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt.
Neben den funktionellen Vebesserungen sind auch im kosmetisch- ästhetischen Bereich Individualisierungen möglich. Konfektionszähne, die wir von einer Zahnfabrik beziehen, sind heute schon recht gut. Von uns bearbeitete Zähne, die die Spuren des Lebens tragen, sehen trotzdem viel natürlicher aus. (Unser Slogan – Wir machen Zähne so falsch wie echt – soll dies ausdrücken.)
Wir wollen nicht, dass der Patient angesprochen wird:
“Ja, Grüß Gott, Frau Meier, hend Sie a neues Gebiß 'kriegt, des sieht aber schee aus.”
Auch die Herstellung einer – der ersten Prothese vollkommen identischen – Zweitprothese ist keine Kassenleistung. Diese könnte Sie allerdings – z.B. im Urlaub oder bei einer Hochzeitsfeier vor peinlichen Situationen bewahren.
Selbstverständlich können Sie diese Leistungen von Ihrem Zahnarzt/ Ihrem Labor erhalten. Fragen Sie danach!
Bei der Einprobe durch den Zahnarzt können noch Korrekturen vorgenommen werden. Hier sollten Sie als Patient sich durchaus kritisch mit der Zahnform und Zahnstellung auseinandersetzen. Schließlich beeinflussen Ihre Zähne Ihre Ausstrahlung und Ihr Erscheinungsbild ganz entscheidend.
Sind Sie und Ihr Zahnarzt mit dem Resultat zufrieden, wird das künstliche Gebiss fertiggestellt. Und damit es nicht künstlich aussieht, geben wir uns auch ganz besondere Mühe. Die Zähne werden altersgerecht korrigiert, das Zahnfleisch künstlerisch so gestaltet, dass es vom echten nicht mehr zu unterscheiden ist, Gaumenfalten werden nachgebildet etc.
Nach der Fertigstellung der Prothese kann es noch zu kleineren Korrekturen kommen (Druckstellen, geringfügige Bisskorrekturen o.ä.), Sie sollten sich aber schon recht bald wohl damit fühlen.
Doch eines ist eine Totalprothese ganz sicher nicht: So gut wie Ihre “Zweiten”. Vor allem Unterkieferprothesen halten häufig schlecht. Dies liegt oft an einem flachen Kiefer. Hier hebt die Mundbodenmuskulatur die Prothese bei Kau- oder Schluckbewegungen von ihrer Unterlage und bringt sie in eine instabile Lage.
Deshalb sollten Sie Ihre letzten verbliebenen Zähne noch so lange wie möglich erhalten. Selbst wenn diese schon stark angegriffen oder paradontal geschädigt sind, taugen sie oft noch gut zum Verbessern des Haltes der Totalprothese. (Cover- denture Prothese).
Aber auch für den zahnlosen Patienten, der seine Lebensqualität aufgrund seiner mangelhaft haltenden Prothese eingeschränkt sieht, gibt es einen Ausweg. Schon mit zwei (besser vier) Implantaten – das sind künstliche Zahnwurzeln, die wie Dübel in den Kieferknochen eingebracht werden – lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen. Der Halt und die Kauleistung werden wieder deutlich gesteigert. Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können…